Wettbewerb Hafen Enge

Eine stufenlose Ausweitung der hafentypischen Promenade in einen grosszügigen Platz gibt dem Hafen Enge eine Weite und verankert diesen vor den seeprägenden Gebäudefassaden. Das heute zuparkierte Bogenpflaster erlebt neu inszeniert einen Aufstieg zum repräsentativen Promenaden- und Platzbelag und stärkt mit seiner Homogenität die gewonnene Grosszügigkeit.

Der Kiosk belebt und akzentuiert den fliessenden Übergang zwischen offenem Platz und Platz unter dem architektonischen Hain. Die beiden Bereiche bilden eine Einheit und weisen trotzdem unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten mit aktiveren und ruhigeren oder sonnig warmen und schattig kühleren Orten auf. Das verdichtete Grün in Nord und Süd bildet harmonische Übergänge zu den angrenzenden Perimetern und lässt zugleich die Weite des Platzes intensiver in Erscheinung treten. Die prägnante Hafenmauer und die Verbindung zur Hafenmole wird sowohl vom offenen Platz als auch von unter dem Hain deutlich gelesen. Dies stärkt im Zusammenspiel mit den Säulen-Eichen als Landmarken und Rückgrat die Wahrnehmung des Ortes als Boots- platz und die damit verbundene Hafenatmosphäre. Wenn dann die Flussseeschwalben das Kioskdach besiedeln und die Maulbeeren von den Hainbäumen baumeln, lässt es sich mit immer mehr Sinnen in die maritime Weltoffenheit eintauchen.

Der Übergang vom neu gestalteten Bereich am Seebecken zum Velostreifen im Strassenraum wird mit begrünten Velostellplätzen gestaltet. Die Stellplätze rücken mit der Ausformulierung und Bepflanzung der gestalteten Pflastersteinkörben in den Hintergrund. Diese architektonischen Steinhäufen bilden sowohl akustisch als auch optisch einen selbstverständlichen Schutz zum Strassenverkehr. In Bereichen ohne Veloparkierung kommt die „Pflaster-Struktur“ sie, kombiniert mit Sitzgelegenheiten, noch stärker zum Ausdruck.